Sierra Leone ist was für Profis

Seit drei Jahren arbeitet Bruder Lothar Wagner in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Er leitet das Don Bosco Fambul, ein Heim für 1.500 Kinder. Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt und liegt auf der globalen Armutsskala auf Platz 118 von 140 möglichen.


Kindersoldaten, Massenvergewaltigungen, Landminen, Blutdiamanten: Die Erinnerungen des Krieges stecken dem Volk in den Knochen. Die früheren Kindersoldaten seien heute Mitte zwanzig. Sie seien für ihr Leben gezeichnet, traumatisiert, ohne Perspektive, ohne Betreuung. Die Wirtschaft liege am Boden und die Kriminalität sei hoch. Richtig wütend wird Lothar Wagner, wenn er auf die Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen zu sprechen kommt. Die Zahl der Vergewaltigungen sei heute höher als zu Kriegszeiten. Laut einer Schätzung treffe es mehr als jede zweite Frau.

Offizielle Zahlen gibt es nicht. Sexualität bedeutete für Frauen in Sierra Leone vor allem eines: physischer und seelischer Schmerz. 95% aller Mädchen seien genital verstümmelt. Mit Radiokampagnen und Workshops versuchen eigens geschulte Mitarbeiter von Don Bosco Fambul sexuelle Gewalt, und dazu gehört auch Genitalverstümmelung, zu einem öffentlichen Thema zu machen. Ausländische Experten haben Bruder Lothar davor gewarnt: Er werde sich mächtige Feinde machen. Todesdrohungen hat er bereits erhalten.


In Freetown leben 10.000 Straßenkinder. In Don Bosco Famoul arbeitet rund um die Uhr ein Kindernotruf. „Die Kinder werden gekidnappt oder armen Eltern unter einem Vorwand abgeschwatzt. Die Jungen werden entweder als Landarbeiter eingesetzt oder nach Norden in die Minen verfrachtet, um nach Blutdiamanten zu schürfen. Die Mädchen werden in die Prostitution gezwungen.“ Tausende Kinder würden als Haussklaven nach Guinea verkauft.
Von den Drohungen lässt sich Bruder Lothar nicht beirren. Trotz vieler Rückschläge gebe es für ihn nichts Schöneres als die Fortschritte von Kindern und Jugendlichen zu sehen, von denen er einige selber nachts in den Straßen aufgelesen hat. 


Regelmäßig schreibt Bruder Lothar Wagner Beiträge in seinem Internetblog. www.burderlothar.de
Wenn Sie die Projekte von Bruder Lothar Wagner unterstützen wollen, wenden Sie sich an die Bonner Don Bosco Mission

www.donboscomission.de
Tel. 02 28 / 53 96 50.


Spendenkonto 22378015 bei der Paxbank Köln 37060193,
Stichwort: Don Bosco Fambul .

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