Für sein erstes Album hat der junge Brite Mickey Moonlight jede Menge schillernder musikalischer Gäste ins Studio geholt. Und doch ist sein Debut eine sehr eigene und individuelle Produktion. Er selbst beschreibt seine Musik als Science-Fiction-Exotik. Inhaltlich gibt Mickey Moonlight eine abstruse Mischung von Geschichten zum Besten. Themen wie freiwillige Sterbehilfe, Biotech-Firmen und künstliche Liebhaber stehen auf dem Programm. Musikalisch geht es auch sehr gemischt zu. Elektronische Elemente spielen zwar die erste Geige, aber es fließen jede Menge anderer Elemente mit ein. Vom dishamonischen Folksong über fernöstliche Worldklänge bis zu 60ies-Gesängen reicht das Repertoire - eine wirklich ausergewöhnliche Zusammenstellung. Auch muss bemerkt werden, dass dieses Album nicht so für die Tanzfläche geeignet ist, sondern eher für Aufenthalte auf dem heimischen Sofa - das aber dafür umso besser.
(Ed Banger/ALI!VE)