Nach zwanzig Jahren Haft wegen Mordes an Claire Oldham wird Martin Crove entlassen. Aufgrund eines DNA-Test hat sich seine Unschuld herausgestellt. Sofort kehrt er nach Crowby zurück, dem Ort der Tat, um den wahren Mörder zu überführen. Kurz vor dem Erfolg wird er jedoch selbst auf bestialische Weise getötet.
In den 80er Jahren gehörte Claire Oldham zu den Aktivistinnen gegen die NATO-Nachrüstung. In ihrem Cottage traf sich Protestbewegung, es wurde zum Zentrum des linken Widerstands. Unter anderem gehörte auch Nigel Copeland dazu, der Liebhaber von Claire Oldham. Durch Zufall wird auch der Anhalter Martin Crove in die Gemeinschaft aufgenommen, verdrängt sogar Copeland, als dieser im Gefängnis landet. Die Poizisten Jacobsen und Kerr tappen beim Mord an Crove zunächst völlig im Dunkeln. Nur zwei Sachen sind klar: Die Lösung des Falls liegt in den 80er Jahren und die Polizei hat sich damals garnatiert nicht mit Ruhm bekleckert.
In zwei Handlungssträngen bringt Iain McDowall Licht in diesen komplizierten Fall. Die Geschichte wird einerseits aus der Sicht der Polizei in der Gegenwart erzählt, andererseits versetzen die niedergeschriebenen Erlebnisse des Martin Grove den Leser wieder in die Zeit des Widerstandes in den 80er Jahren zurück. Der Leser wird nicht nur mit einem spannenden Kriminalfall konfrontiert, sondern auch mit der Entwicklung von Idealisten zu ganz Normalen Geschäftsleuten und Bürgern. Neben dem klassischen Polizeiroman gibt es auch eine interessante soziale Studie, die sich sicher nicht nur auf England anwenden lässt.