Die Haischwimmerin

Heinrich Steinfest, Die Haischwimmerin, Piper Verlag, 352 Seiten, 19,99

Die Meisterpolizistin Lilli Steinbeck und Ivo Berg haben eine gemeinsame Vergangenheit, wenn auch eine traurige, der Lilli ihre Klingonennase verdankt. Jahre nach ihrer Trennung wird dieser Vergangeheit jedoch plötzlich wieder Leben eingehaucht. Der Auftrag einer Pharmafirma reißt Ivo aus seinem beschaulichen Leben als berühmter Baumheiler in der würtembergischen Provinz. Sein Auftrag: Er soll einen Baum aus der sibirischen Tundra holen, komplett mit Wurzeln und allem drum und dran.

In Ochotsk angekommen wird ihm der 13-jährige Spirou als Helfer an die Seite gestellt, der nicht ohne Grund den Namen einer berühmten Comicfigur trägt. Ihr Auftrag führt Spirou und Ivo ins Dschugdschurgebirge und in eine unterirdische Verbrecherrepublik mitten in Sibierien. Durch diesen Umweg auf der Suche nach dem Wunderbaum wird Ivo die Möglichkeit gegeben Lilli noch einmal zu begegnen.


Heinrich Steinfest ist mit "Die Haischwimmerin" einmal mehr ein wunderbar schräger, spannender Kriminalroman gelungen. Doch wie immer hat man das Gefühl, dass dies nicht alles ist - ist es auch nicht. Heinrich Steinfest ist ein brillianter Erzähler, der seine Leser bestens zu unterhalten versteht. Seine Romane geben nur den Rahmen ab um sich über Alltägliches, Besonderes, Politik, Gesellschaft, Ungeheuerliches und, und, und seine wirklich schrägen Gedanken zu machen. Da bleiben die Schwaben genausowenig verschont, wie gewisse Berufsstände und kommunalpolitsche Spitzenpolitiker. Dabei helfen ihm seine schillerndern, immer etwas durchgedrehten oder schrägen Figuren, seine Thesen amüsant an den Mann / die Frau zu brigen. "Die Haischwimmerin" ist wieder ein herrlich skurriler Roman der beste Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten hat.



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