Buchbesprechungen

Reinhard Kaiser - Der glückliche Kunsträuber

Das ohnedies schon spannende Leben des Dominique-Vivant Denon (1747-1825) beschreibt Reinhard Kaiser hier in einer so packenden Weise, als würde er einen Roman schreiben. Dabei stützt er sich vor allem auf die Briefe, die Denon seiner lebenslangen Liebe in Venedig, der verheirateten Isabella-Teotchi-Marin, geschrieben hat. Denon wird nach diplomatischer Tätigkeit zum Kunstsachverständigen, verbringt die Revolutionszeit sicher in Italien und wird unter Napoléon dessen Museumsdirektor – des Musée Napoléon, dem heutigen Louvre. Hier trägt Denon in der Folge des Eroberers meisterhafte Kunstwerke aus ganz Europa in einer einzigartigen Sammlung zusammen. Auch wenn die Kleinode ab 1815 zum Großteil wieder in ihre Länder zurückkehren, so ist es doch Denons Aktion zu verdanken, dass sie dort danach ein hohes Ansehen genossen. Und so wirkt der kunstbesessene Räuber bis heute nach.

C.H. Verlag 2016, 399 S., 24,95 Euro

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