Buchbesprechungen

Maria Dermoût - Die zehntausend Dinge

Dieser wundersame Roman aus dem Jahr 1955 ist eine weitere großartige Entdeckung dieses Verlags, der unter anderem schon John Williams dem Vergessen entrissen hat. Die 1888 geborene und 1962 verstorbene Autorin führt das Leben auf den Inseln von Niederländisch-Ostindien mit ihrer exotischen Natur so eindringlich, stimmungsvoll und bildhaft vor Augen der Leser, das man meint, auch noch alles zu hören, zu riechen und zu schmecken. Und dann sind da die gefühlvollen Beschreibungen der Menschen wie unter anderem von Felicia, die zur Frau vom Kleinen Garten wird und ihren Sohn auf tragische Weise verliert, vom Professor, der auf den Inseln herumreist, aber viel zu leichtsinnig ist, oder vom herrschsüchtigen Regierungskommissar, der scheinbar ertrinkt, aber es war dann doch ganz anders.

dtv 2016, 263 S., 22 Euro

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