Buchbesprechungen

Kinder der Freiheit

Roman von Ken Follett, Lübbe Verlag, 29,99 Euro

Hach, da ist er endlich und natürlich auch schon in allen Buchhandlungen präsent: der dritte und letzte Teil der Jahrhundertsaga von Ken Follett. Zur Erinnerung: „Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“ heißen Teil 1 und 2. Jetzt setzt die Handlung zu Beginn der 1960er Jahre ein. Die Mauer wird gebaut und reisst Famile Hoffmann auseinander. Rassenunruhen halten die USA auf Trab und in der Sowjetunion bestimmen alte Männer den politischen Kurs. Mit dem Schicksal der einzelnen Familienmitglieder wird diese so unglaublich ereignisreiche Zeit unserer Weltgschichte präsent und lebendig. Zum Beispiel durch Walli: aus der DDR geflüchtet, wird er in England durch Kontakte seiner dortigen Familie zum gefeierten Rockstar. Dank deren Verbindung in die USA kann er auch dort durchstarten. Oder die Russen: Dimkas Schwester Tanja hat als Journalistin Kontakte zur britischen Lektorin Anna Murray geknüpft und kann so die Texte eines Dissidenten im Ausland veröffentlichen lassen. Und nicht zuletzt die Amerikaner, immer dicht dran am Zentrum der Macht und eng mit der Alten Welt verwoben. Großartig, wie Ken Follett die scheinbar losen Fäden immer wieder zusammen führt und zu einem großen Ganzen werden lässt. Und weil er sich diese Saga von vorn herein als Dreiteiler gedacht hat, ist alles stimmig und durchgehend hochspannend. Einzig, die Wiederholungen zu Beginn so mancher Kapitel wären nicht nötig gewesen. Da hätte Ken Follett seinen Lesern ruhig mehr Erinnerungsvermögen zutrauen können. Ansonsten: Ganz großes Kino für lange Winterabende!

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