Buchbesprechungen

Jon Fosse - Ich bin der Wind

Die meisten Theaterstücke wirken nur, wenn sie auf der Bühne präsentiert werden. Bei dem bekanntesten norwegischen Dramatiker seit Ibsen ist das ganz anders. Seine Theatertexte sind gespielt wie gelesen von äußerster Eindringlichkeit. Seine melodiöse, reduzierte Sprache und die sehr zurückgenommene Handlung ermöglichen die Konzentration auf die Zwischentöne und das, was nicht ausgesprochen wird. Dieses Buch vereint die Stücke Todesvariationen, Schlaf und das titelgebende Ich bin der Wind. Es sind Stücke, in denen die Personen in immer neuen Schleifen um sich kreisen, ohne einen Ausweg finden zu können aus den existenziellen Fragen, die sie umtreiben.

Rowohlt Verlag 2016, 304 S., 12,99 Euro

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