Hiroshi und Charlotte begegnen sich als Kinder zum ersten Mal. Sie ist die Tochter des französischen Botschafters in Tokyo und er der Sohn einer der Hausangestellten. Das hindert die beiden nicht daran, gute Freunde zu werden und sich in vielen Gesprächen auszutauschen, obwohl sich beide immer der Unterschiede ihrer Herkunft bewusst sind. Seitdem aber träumt Hiroshi davon, dass alle Menschen gleich wohlhabend und komfortabel leben können und gleich viel, bzw. wenig arbeiten müssen. Weil er ein hochintelligenter Kerl ist, macht er diese Idee zu seinem Lebensinhalt und eine bahnbrechende Erfindung im Bereich der Nanotechnologie. Winzige Computer übernehmen es, größere Teile zu bauen, die wiederum noch größere Einheiten herstellen, oder sich zu solchen zusammenfügen. Es könnte die Lösung aller Anstrengungen sein.
Zwei große Themen beherrschen also das neueste Buch von Andreas Eschbach. Einerseits die Liebe zwischen Charlotte und Hiroshi und andererseits die Chancen und Risiken, die mit einer derart dimensionierten Erfindung verbunden sind. Und um diese Elemente baut Eschbach einen wahrhaft furiosen Thriller. Vielschichtig, mit unglaublichen Ideen, die durchaus denkbare Zukunft sind, jagt er von einem Höhepunkt zum nächsten, seine Leser kaum Atem schöpfen lassend. Und so werden alle mehr als entschädigt, die sich durch die ersten, zwangsläufig, weil sinngebend, etwas schleppenden 150 Seiten lesen und nicht abschrecken lassen. Dem entgehen kann man mit dem von Matthias Koeberlin fantastisch gelesenen Hörbuch, das sinnvoll gekürzt, zu den herausragenden Thriller Einspielungen gehört.