Buchbesprechungen

Ethisch essen mit Fleisch

Lierre Keith - übersetzt + bearbeitet U.Gonder, systemed Verlag, 14,99 Euro

Mehr noch, durch eine vegetarische Lebensweise wird die Erde zerstört.“ Wenn ihr die Welt einschließlich ihrer Tiere retten wollt, könnt ihr sie nicht weiter zerstören, doch eure Nahrung zerstört sie.“ Also muss der Weg anders aussehen.
Eine Streitschrift, wie sich das Buch im Untertitel nennt, darf und soll laut Definition provozieren, übertreiben, überspitzen. Das tut Lierre Keith zuweilen auch, doch nicht so sehr, dass es polemisch oder beleidigend wird. Sie möchte aufrütteln und hat dafür diese literarische Form gewählt.


Der Vorschlag der Autorin klingt mühselig aber logisch. Nur Lebensmittel, die dem Boden, auf dem sie wachsen auch etwas zurückgeben, sind gute Lebensmittel. Und das gilt für alle Lebensmittel und heißt nicht, dass bestimmte Dinge nicht mehr angebaut werden sollen, sondern, dass alles seinen passenden Boden braucht und nicht mit Dünger und Pestizid passend gemacht wird. Ebenso heißt es, dass auch Tiere zum Nahrungskreislauf gehören, denn auch sie geben dem (Mutter-) Boden, was er braucht, um uns zu ernähren. Besonders Weidetiere, die auf Grünland leben und sich davon ernähren, seien wertvoll, denn genau dieses Grünland ist in der Lage immense Menge an  Kohlenstoff zu binden. Momentan ist es allerdings so, dass auf den weitaus meisten landwirtschaftlich genutzten Flächen (z.B. der USA) Soja und Mais angebaut wird, was den Kohlenstoffausstoß in die Höhe treibt.


Mit einem ausführlichen Anhang mit Quellen, Anmerkungen und Literaturverweisen belegt die Autorin ihre Ausführungen.


Sehr engagiert plädiert Lierre Keith, die selbst über 20 Jahre lang vegan lebte, für eine verantwortungsbewusste, nachhaltige und dabei ethisch korrekte Ernährung und ist aus genau diesen Gründen gegen den Vegetarismus.

mitteilen




Zurück

 
nach oben