Buchbesprechungen

Die Tote von Kalkgrund

Kriminalroman von H. Dieter Neumann, Grafit Verlag, 9,99 Euro

„Jou“, sagt Bootsmann Kai von der Nordstern, wenn für ihn alles seine Ordnung hat. Aber dann ist das doch nicht so, denn bei einer Seebestattung vorm Leuchtturm Kalkgrund an der Flensburger Förde schwimmt just in dem Moment, als sie die Urne zu Wasser lassen – wie makaber – eine Leiche an der Nordstern vorbei.
Arbeit also für die Polizeidirektion Flensburg, die die Kriminalkommissare Helene Christ und Edgar Schimmel übernehmen sollen. Die finden schnell einen Hauptverdächtigen: Simon Simonsen, ein echter Looser, zumindest im Moment. Denn die Tote ist seine Ex-Frau Lisa. Die war er neben seiner Firma, seinem Haus und seinem Boot schon seit einer Weile los. Na klar gucken die Kommissare zuerst auf ihn und für Edgar Schimmel ist der Fall damit auch durch.
Nicht so für den Autor dieses spannenden Krimis, H. Dieter Neumann. So schnell lässt er seine Leser nicht von der Angel, oder besser: vom Boot. Und natürlich ist auch alles nicht so einfach, wie es erstmal erscheint. Den Durchblick hat da eher Kommissarin Helene Christ. Wenn sie nicht gerade tief in die Augen des Haupverdächtigen blickt...
Nachdem die beiden ersten Thriller von H. Dieter Neumann zum Großteil in Afghanistan und in der Türkei spielten, hat er den Tatort diesmal in seine Heimat verlegt und zeigt damit, dass beschaulich und Lokalkolorit durchaus auch zu Hochspannung und politisch brisant passen: ein fesselnder Krimi von hier oben!
Und unbedingt Ausschau halten, ob H. Dieter Neumann mal wieder eine Lesung gibt.

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