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Alexei Makushinsky - Dampfschiff nach Argentinien

Der Ich-Erzähler begegnet Alexander Nikolajewitsch Woskoboinikow (Alexandre Vosco) Ende der 80er Jahre ein einziges Mal. Kurz darauf stirbt der weltberühmte Architekt, das Gespräch aber bleibt haften und gut 20 Jahre später beschäftigt er sich weiter mit A.N.W., spricht unter anderem mit dessen Kindern Viviana und Pierre, entdeckt ein spätes Interview und liest die Schriften von A.W.N.. So setzt sich die Lebensgeschichte von A.N.W., der 1901 im Baltikum geboren wurde und 1950 nach Argentinien ging, wo er als bereits Fünfzigjähriger seine bekanntesten Bauten errichtete, mosaikartig zusammen. Auf der Reise begegnet A.N.W. seinem Freund aus Kindertagen, dem aus reichem Hause stammenden Wladimir Grawe, dessen Lebensweg einen anderen Verlauf nahm. Makushinsky erzählt die Geschichten seiner Figuren in einem exzellenten, hochliterarischen Sprachstil mit vielen historischen Bezügen.

Hanser 2016, 346 S., 24 Euro

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