Ungeknickte Zehnägel der B- C und Z Promis

Dass umgeknickte Zehennägel von B- C- und Z-Promis in der Regel selbst Kriege von den Titelseiten der täglichen Gazetten verdrängen können, ist ja nix neues. 

Dass man sich bei groß verdienenden Managern schon mal hin und wieder fragt, wo das ein oder andere Milliönchen aufgetaucht ist, ebenso wenig. Wenn Vorzeige-Bayer Uli Höneß dann mal mitten drinne steckt, kann man also bedenkenlos auf Seite 4 der Tageszeitung umblättern, denn ab da kommt erst was anderes. Während die meisten sich nach seiner Dreistigkeit nur noch an den Kopf geklatscht haben, feierten einige bayrische und nicht bayrische Betriebsblinde einen Kriminellen, als wäre nix passiert. Nachdem Uli kleinlaut eine auch noch völlig verlogene Selbstanzeige mit der einen oder anderen Million weniger auf den Weg gebracht hat, tauchte im Prozess also noch ein wenig mehr auf und das ganze verzehnfachte sich zu seinem völligen Erstaunen.

Mal davon abgesehen, dass das wohl immer noch nur die Spitze vom bayrischen Eisberg war, verzichtete der FCB Chef dann in der Folge auf Revision, nachdem es 3 ½ Jahre Vollpension gab. Und wieder sah man überall blau-rot-weiße Sonnenbrillen und hörte Stimmen wie: „Respekt“, „Mut“, „Ehrenmann“ oder gar „Held“. Ääähm… Der Typ hat uns allen ein sattes Steuersümmchen geklaut, mit dem man eine Menge gute Sachen hätte anstellen können. Und das nur zu seinem Eigennutz. Hat argumentiert, wie viel gutes er mit viel Geld schon getan hat, was das ganze ja ein wenig aufwiegen würde. Ist klar… 

Es ist bekannt, wie der Staat mit einem wie uns umgeht, wenn man bei der Steuer mogelt. Und als vergleichbare Fälle mit deutlich geringeren Summen herangezogen wurden, hörte man eigentlich nix als 5-10 Jahre schwedische Gardinen. Aber denken wir uns mal unseren Teil. 

Ein wenig in Vergessenheit geraten sind dabei die Geschehnisse auf der Krim. Man will halt nichts davon hören, hat es den Eindruck und kaum jemand kann die Konsequenzen absehen. In der Ukraine sind jetzt auch noch die Rechten mit an Bord und scheinbar hat man die Krim in diesen Tagen aufgegeben und den Russen und ihren fragwürdigen Handlungen überlassen. 

Der Westen hält nach außen verdächtig still und verhängt irgendwelche Schein-Sanktionen. Aber man kann sich sicher sein, dass im Hintergrund die Leitungen aller Staatshäupter glühen, denn näher am kalten Krieg waren wir wirklich lang nicht mehr. Und was während diesem vor 30 Jahren abgegangen ist, können sich Jüngere heut kaum noch vorstellen (vor einigen Monaten habe ich noch an dieser Stelle darüber geschrieben…). 

Wer nu wie und warum Recht hat, mag und will ich hier auch gar nicht bewerten. Aber das ganze stimmt mich nachdenklich und lässt einen schon besorgt rüberschielen. Es müssen ja nicht gleich Raketen fliegen, denn ein wirtschaftliches Chaos tut´s auch. Und das beträfe jeden hier. Außer Uli Höneß vielleicht. 

Aber wir brauchen anscheinend keine Krise um auszusterben, denn es kommt hierzulande ja offiziell eh kaum noch Nachwuchs zustande. Man macht es uns aber auch einfach. Zum einen werden die Kids nach der Geburt in Sachen Bildung vom Staat auf dem Weg irgendwo links auf der Parkbank liegengelassen, zum anderen geht eine dreifache Mutter aus der Mittelschicht mit 200-300 Euro Rente nach Hause und von da aus direkt in die Altersarmut - wenn sie nicht monatlich hunderte von Euronen Jahrzehnte lang beiseite gepackt hat oder sich 2 Jobs um die Ohren gehaun hat (oder halt die Höneß Taktik fährt…), während die Kids in der Kita sind (die mit den Nebenjobs gedeckt werden). 

Bäähm! Wer möchte da nicht Kinder bekommen? Andere haben dann statt 45 Rentenbeitragsjahren nur 45 Jahre RTL und ein paar Behördengänge hinter sich und bekommen deutlich mehr Geld und Unterstützung. 

Hamburg prescht ab 1. August immerhin vor und bietet für alle (!) Familien kostenlos (!!) 5 Stunden täglich einen Kitaplatz inklusive Essen an. Ich hoffe, eine künftige Koalition hat die Eier, das ganze Paket neu anzupacken und diesem Zeichen zu folgen. Wie es mit dem Umgang mit Familien und Kids geht, zeigen schließlich viele skandinavische Länder oder Holland. Für die ist der Nachwuchs nämlich mehr als nur ein Haufen potentieller Rentenbeitragszahler…

mitteilen




Zurück

 
nach oben