Mitte Dezember.

Mitte Dezember. Eigentlich gibt es nix neues an der Front. Es will bis heute nicht schneien, die Weihnachtsmärkte (dieses Jahr mit dem Spitznamen „Wacken der Bürofachangestellten“) werden wieder abgebaut und von Weihnachten hab ich irgendwie noch nicht viel mitbekommen. Schreit noch mal nach einer glühweintechnischen Druckbetankung.

Die üblichen Listen mit allem, was sich im neuen Jahr so ändert kursieren wieder und AC/DC Karten sind alle ausverkauft. Seit 2 Jahren kursierten Gerüchte um angebliche Termine und dubiose Internethändler verkauften Tickets zum vielfachen Preis. Tickets, die es noch gar nicht gab. Nun steht aber alles ganz hochoffiziell und der größte deutsche Online-Kartenhöker spielt seine Monopolstellung voll aus. Exklusiver Vorverkauf tagelang nur dort und mit extra Gebühren, Gebühren auf die Gebühren und darauf noch mal Gebühren. Versandkosten so hoch, dafür könnt ich auch einen Panzer verschiffen.

Wenn die Karten dann fast alle unter die Leute gebracht wurden, gibt’s für die breite Masse nur noch die Resterampe. So geschehen auch bei U2 und vielen anderen Acts. Als Dessert kommt dann noch die Tatsache, dass auch hier wieder massig Karten eine Ehrenrunde über Ebay drehen. Und wie im Falle U2 auch gern mal 900 Euro für 2 Karten. Das ist schon wieder so unfassbar, dass man sich fragen muss, wann endlich mal vernünftige, klar geltende Gesetze dagegen in Kraft treten. Man ist ja in unserer Heimat sonst schon immer sehr bemüht, alles mit Gesetzen vollzustopfen.

Hier ist man, wie im Falle der CSU, aber eher um Dinge bemüht, dass z.B. jeder Bürger in Germoney strammes Deutsch zu sprechen hat. Bayrische Hausordnung für Migranten quasi. Mal abgesehen davon, dass die Bayern ja irgendwie auch fast alle kein Deutsch sprechen, muss man sich zwangsläufig grad vorstellen, wie der bajowarische Sprachlehrer vor diversen Familien herumturnt und die nur, naja, halt bayrisch verstehen. Comedy vom feinsten. Der Ansatz mag ja richtig sein, aber leider von der falschen Partei in der falschen Art und Weise… Politik aus dem Museum quasi. So wie „Wetten Dass“ für´s Fernsehen. TV für Archäologen.

Letzteres haben wir ja nun endlich überlebt. Auch, wenn wir die 3-stündige Hirnfolter mit obligatorischer Stunde Überziehen wenigstens unter Gottschalk irgendwie doch charmant fanden. Fernsehen 2015 tendiert aber weiter Richtung Hartz-IV TV, weswegen ich für einen reinen „Circus Halligalli“ Sender plädiere! Stattdessen gibt es nun auch noch so was wie „Hochzeit auf den ersten Blick“, wo sich Leute erst beim heiraten begegnen. Und das in Zeiten, wo in Deutschland noch immer über Homo-Ehe diskutiert wird. Schon peinlich. Was anderes: Ist euch übrigens mal aufgefallen, dass wir im Moment 40 Cent weniger als vor ein paar Monaten für den Liter an der Tanke berappen müssen? Als der Preis astronomisch hoch war, war jeder am meckern. Aber anstatt sich andersrum mit genauso viel Energie mal über so einen Schnapper zu freuen, wird sich stattdessen lieber über ein Allzeithoch der Walnüsse echauffiert. First world problems…

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